Die unverwüstliche Periodizität der Tropfenabstände (Abbildung 1) wird durch eine Oszillation des sich gerade
ablösenden Tropfend verursacht. Der Tropfen ändert dabei seine Form zwischen einer
vertikal gestrekten und einer vertikal gestauchten Variante mit einer Periodendauer von
. Durch Plazierung der Lichtschranke an der Unterkante des sich
ablösenden Tropfens können die vertikalen Auslenkungen des hängenden Tropfens gemessen
werden.
Nach der Tropfenablösung schwingt der zurückbleibende Resttropfen wegen der kleineren
Masse auf einer ungefähr halb so grossen Periode
wärend der
fallende Tropfen seine Oszillationsperiode von
behält. Der
fallende Tropfen oszilliert dabei zwischen einer in vertikaler Richtung gestreckten und
einer in vertikaler Richtung gestauchten Form.
Die Periodendauer der vertikalen Komponente der Oszillation des Resttropfens
vergrössert sich von anfänglich
ms
unmittelbar nach der Tropfenablösung (Abbildung 4)
annähernd linear auf
ms kurz vor der Ablösung des nächsten
Tropfens.
nimmt beim Zufluss von Wasser mit guter Näherung linear
mit der Zeit zu. Geht man von einem einfachen Masse-Feder-Modell aus und nimmt man an,
dass der Wasserzufluss und damit die Massezunahme konstant ist, dann ist eine von der
Masse abhängige Federkonstante erforderlich.2
|
|
Zusätzlich zum relativ tieffrequenten Grundmode mit der von
nach
anwachsenden Periodendauer ist auch ein höherfrequenter
Schwingungsmode mit einer Periode
beobachtbar.
Dieser scheint eine wichtige Rolle beim Übergang zu chaotischen Phasen bei den
Tropfenabständen zu spielen, da ein einem Zustand mit Periode 2, 3 oder 4 die Phase
dieser Schwingung auffällig springt. Dieser Oszillationsmode ist sowohl beim Resttropfen
kurz nach der Ablösung des Tropfens wie auch beim frei fallenden Tropfen
beobachtbar.
martin dot wieser at iapetus dot ch, 2002-03-09