Die Eichung der Durchflussrate für eine bestimmte Ventileinstellung erfolgt durch ein
kontrolliertes Entleeren eines zylindrischen Vorratsbehälters mit kleiner Grundfläche
und
grosser anfänglicher Füllhöhe
. Die Füllhöhe nimmt dabei exponentiell ab, was
der Modellierung des Ventiles mit einem dünnen Rohr der Länge
und Querschnitt
bei
laminarer Strömung der Geschwindigkeit
entspricht:
Dabei ist
die Dichte und
die Viskosität des Wassers,
die Fallbeschleunigung und
die momentane Füllhöhe des Vorratsbehälters. Da die Durchflussgeschwindigkeit
im
Ventil mit der Füllhöhenänderung über
verknüpft ist (
bezeichnet das gesamte Vorratsvolumen) erhält man für die
Füllhöhe die Gleichung
mit der Lösung
was sich in den Messungen gut bestätigt. Die Duchflussrate
berechnet sich dann mit
Die kleine Fliessgeschwindigkeit stellt sicher, dass das Wasser eine konstante
Temperatur (Raumtemperatur, bei uns
C) hat. Ein Vergleich mit
der Tropfenzahl pro Intervall zeigt, dass die mittlere Tropfengrösse über einen Bereich
von mehr als einer Dekade der Tropfenabstände unabhängig von der Durchflussrate ist.
Für die Tropfenabstände
ergibt sich dann bei einem konstanten
Tropfenvolumen
:
Abbildung 1 zeigt, wie sich die Tropfenabstände
bei sinkendem Pegelstand des Vorratsbehälters langsam vergrössern. Dem eigentlichen
exponentionellen Anstieg überlagert ist eine Art Treppe, die durch eine Oszillationen des
sich ablösenden Tropfens mit der Periodendauer
verursacht wird.
entspricht der
Treppenstufenhöhe in Abbildung 1 und kann auch als
Periodendauer einer Oszillation im frei fallenden Tropfen beobachtet werden.
hängt
von der u.a. von der Tropfengrösse ab, welche in unseren Versuchen aber im Langzeitmittel
praktisch konstant ist. Die beiden verfügbaren Durchmesser der Tropfengeberdüse ( 3 und
5 mm) hatten entgegen den Erwartungen keinen Einfluss auf die Periodendauer
, was
darauf hindeutet, dass für kleine Durchmesser die Tropfengrösse praktisch konstant ist.
Durch kleine störende äussere Einflüsse wie zufallende Türen, Einschalten der
Ventillation o.ä. kann der Tropfenabstand um eine Periodendauer der Tropfenoszillation
verlängert oder verkürzt werden (siehe Bereich A in Abbildung 1). Dieses Verhalten konnte oft beobachtet werden.
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